Sucre ist die konstitutionelle Hauptstadt des Landes, obwohl sich der Regierungssitz in La Paz befindet. Die Stadt mit etwa 230.000 Einwohnern befindet sich im Zentrum Boliviens und gehört zu den schönsten und idyllischsten Städten des Landes. Zu der ausgelassenen und entspannten Atmosphäre tragen die rund 13.000 Studenten aus ganz Bolivien bei.
Die Innenstadt zeichnet sich durch die größtenteils weißen Gebäuden im spanischen Kolonialstil aus und wird deshalb auch „weiße Stadt“ genannt. Das Stadtbild wird immer wieder von Grünanlagen und schönen Plätzen geziert. Die architektonisch sehr wertvollen Bauten lassen sich auf den früheren Reichtum durch Silberminen zurückführen. Aufgrund ihrer Schönheit wurde die Altstadt ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Besonders sehenswert ist die Casa de la Libertad (Haus der Freiheit), in der im Jahr 1825 von Simón Bolívar die südamerikanische Unabhängigkeit durchgesetzt wurde. Das Textilmuseum ist ebenfalls einen Besuch wert. Dort werden die Webkunstwerke der indianischen Bevölkerung ausgestellt, für die Sucre bekannt ist. Ein kleiner Abstecher in die nähere Umgebung führt in einen Kalksteinbruch, in dem Dinosaurierspuren entdeckt wurden, die fast an keinem Ort der Welt so gut erhalten sind.