Zu Zeiten der spanischen Kolonisation gehörte Potosí zu den bedeutendsten Städten Lateinamerikas. Die Wichtigkeit der Stadt lässt sich auf die reichhaltigen Silberminen in der näheren Umgebung zurückführen. Heute sind in Potosí die Minenanlagen und die früheren Arbeitsvorgänge in einem Museum ausgestellt. Außerdem sind einige der ehemaligen Patrizierhäuser und andere prunkvolle Gebäude, die vom ehemaligen Reichtum der Stadt erzählen, zur Besichtigung freigegeben.
Die Stadt liegt im südlichen Zentrum Boliviens und fasst eine Einwohnerzahl von 130.000. Die Umgebung der Stadt ist wenig bewachsen, da sie in einer Höhe von über 3.900 Metern liegt. Potosí zählt zu den am höchsten gelegenen Großstädten der Welt. Während der Sommermonate regnet es relativ häufig und die Temperaturen schwanken das ganze Jahr zwischen 15 °C und 25 °C. In der Nacht sinken die Temperaturen hingegen manchmal bis unter den Nullpunkt.
Das Nacht- und Kulturleben der Stadt ist sehr ausgelassen und abwechslungsreich. Neben Diskotheken und Pubs gibt es zahlreiche Museen und Galerien, die den Besucher unterhalten. Außerhalb Potosís befinden sich heiße Quellen einer Vulkanlagune. Sie werden auch als „el ojo del Inca“, das Inkaauge, bezeichnet.