Im Jahr 1985 setzte die bolivianische Regierung ein weitreichendes Programm der Wirtschaftsstabilisierung sowie strukturelle Reformen bezüglich der Preisbeständigkeit in Kraft. Auf diese Weise sollte ein wirtschaftliches Wachstum und ein Rückgang der Armutsbekämpfung erzielt werden. Die wichtigsten Veränderungen beinhalten die Privatisierung mehrerer staatlicher Unternehmen und die Öffnung des bolivianischen Marktes für ausländische Investoren.
Bolivien verfügt über die zweitgrößten Erdgasvorkommen Südamerikas, welche hauptsächlich für den binnenländischen Konsum gebraucht und nach Brasilien exportiert werden. Der Handel mit den Nachbarstaaten wächst stetig aufgrund von mehreren Freihandelsabkommen mit anderen südamerikanischen Ländern und den USA. Boliviens wichtigste Exportwaren sind Gold, Schmuck und Holz.
Der Agrarsektor macht etwa 15 % des Bruttoinlandproduktes aus. Das wichtigste landwirtschaftliche Anbauprodukt in Bolivien sind die Sojabohnen. Die bolivianische Regierung ist sehr stark abhängig von finanzieller Hilfe aus dem Ausland. Während der letzten Jahre wurden dem Land einige Male von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds die Staatsschulden erlassen.